Wie geht Politik? Bundestagsabgeordnete Anja Karliczek zu Besuch im Goethe-Gymnasium

Wie geht Politik? Bundestagsabgeordnete Anja Karliczek zu Besuch im Goethe-Gymnasium

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Unterricht einmal anders: In der vergangenen Woche stand die Bundestagsabgeordnete Anja Karliczek dem Leistungskurs Sozialwissenschaft-Wirtschaft der Q2 des Goethe-Gymnasiums 90 Minuten Rede und Antwort. Aufgrund von tagespolitischen Ereignissen konnte sie die Schülerinnen und Schüler im Frühjahr während ihrer Kursfahrt nach Berlin nicht treffen, versprach jedoch einen Gegenbesuch an ihrer früheren Schule, der die Jugendlichen unter anderem auf ihre bevorstehende Begegnung mit Herrn Markus Pieper (MdEP) in Brüssel vorbereiten sollte.

Im Vordergrund der lebhaften Diskussion mit den 21 Kursteilnehmern standen nicht nur Karliczeks Position zu zehn Jahren Agenda 2010, die im Unterricht behandelt wurde, sondern auch Fragen zur internationalen und lokalen Tagespolitik. Dabei interessierte sie vor allem die Situation in der Ukraine, die Haushaltspolitik oder die Förderung Ibbenbürens nach der beschlossenen Zechenschließung.

Lehrer Ansgar Gillmann war es insbesondere ein Anliegen, den Schülern die Vernetzung der Bundestagsabgeordneten auf allen politischen Ebenen (von der Gemeinde bis Europa) und politischen Gremien deutlich zu machen. Anschaulich wurde dies für die Schüler auf ihre Nachfrage, was Anja Karliczek persönlich an der CDU-Politik ändern würde. Die gelernte Kauffrau, die Mitglied im Finanzausschuss des Bundestages ist, beschrieb ihre Rolle als „Vermittlerin“ zwischen Bund, Land und Kommune und berichtete von Treffen mit der Landesgruppe, der Fraktion und Ausschusssitzungen, um tragfähige Kompromisse auszuhandeln, für die auch eigene Einstellungen zurückgestellt werden müssten. Schüler Luc Vosseberg sieht einige Vorurteile einem „lauen“ Politikerleben gegenüber ausgeräumt, hatten sich die meisten doch den Alltag in den Plenarwochen nicht so voll gedrängt vorgestellt. Überrascht waren sie auch von den zahlreichen Terminen im Wahlkreis in den sitzungsfreien Wochen sowie am Wochenende, um beispielsweise Kontakte zu den Landtagsabgeordneten der Region zu pflegen.