Karliczek: Landwirtschaft nicht ausschließen – Folgenutzung des Flughafens im Gespräch

Karliczek: Landwirtschaft nicht ausschließen – Folgenutzung des Flughafens im Gespräch

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Hörstel-Dreierwalde. Die nachträgliche Verwendung der Flächen und Gebäude auf dem Gelände des ehemaligen Flughafens in Dreierwalde beschäftigen die Behörden und die Politik. Die Bundestagsabgeordnete Anja Karliczek MdB (CDU) traf sich mit Vertretern der örtlichen Politik und der Bundesimmobilienverwaltung (BImA), um sich über den Stand der Planungen zu erkundigen. „Die Flächen nördlich des Towers wurden wie viele andere ehemalige Militärflächen als „Nationales Naturerbe“ an die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) gegeben.

Die DBU ist der bedeutendste Träger der Naturerbeflächen. Jetzt werden bundesweit rund 18.000 Hektar zusätzlich in die Bundeslösung gehen.“ berichtete die CDU-Bundestagsabgeordnete. Der Bund schließt mit den Ländern und den neuen Flächeneigentümern vertragliche Vereinbarungen, um die Flächen dauerhaft für den Naturschutz zu sichern. Dies wird künftig in naturerbe-Entwicklungsplänen konkretisiert. Wie das bisher von der BImA verfolgte Naturschutz-Wirtschaftskonzept ausgesehen hat, wollten Paul Rietmann, Franz-Josef Sasse und Robert Everwand für die Hörsteler Landwirtschaft gern wissen. „Es ist gut, dass die Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen für die Bürgerwind auf dem Gelände vorgenommen werden können“, betonten sie. Das schone die Flächen der Landwirte.

„Landwirte sind mit die Ersten, die sich um Pflege der Kulturlandschaft kümmern.“ meinte Anja Karliczek und regte eine Prüfung an, inwieweit die Landwirtschaft an der Pflege der Flächen beteiligt werden könne. „Die Flächen auf dem Flughafen waren bisher nicht im Landwirtschaftskataster erfasst und bleibt jetzt Offenland-Fläche“, erklärte Achim Urmes vom Bundesfortbetrieb Rhein-Weser, der für die BImA die Abwicklung betreut. Insofern gehe der Landwirtschaft aus dem Kataster auch keine Fläche verloren. Peter Waanders, zuständig bei der BImA für den Bereich Verkauf, stellte klar, dass aus dem nördlichen Bereich des ehemaligen Flugplatzgeländes keine Flächen verkauft würden, da jeder Quadratmeter für die anstehenden Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen des Bundes und anderer Bedarfsträger gebraucht würde.