Ehrenamtliche Jugendarbeit ist enorm wichtig für unsere ganze Region

Ehrenamtliche Jugendarbeit ist enorm wichtig für unsere ganze Region

CDU-Bundestagsabgeordnete des Münsterlandes im intensiven Dialog mit dem BDKJ und seinen Mitgliedsverbänden
von links nach rechts: Karl Schiewerling MdB, Reinhold Sendker MdB, Tobias Müller (KLJB), Sybille Benning MdB, Nina Pauls (DPSG), Lukas Tekampe (BDKJ Diözese Münster), Anja Karliczek MdB, Marko Marincel (BDKJ-Kreisverband Steinfurt), Kerstin Stegemann (BDKJ Diözese Münster), Inken Kaiser (CAJ), Bernd Hante (KLJB).

von links nach rechts: Karl Schiewerling MdB, Reinhold Sendker MdB, Tobias Müller (KLJB), Sybille Benning MdB, Nina Pauls (DPSG), Lukas Tekampe (BDKJ Diözese Münster), Anja Karliczek MdB, Marko Marincel (BDKJ-Kreisverband Steinfurt), Kerstin Stegemann (BDKJ Diözese Münster), Inken Kaiser (CAJ), Bernd Hante (KLJB).

Münster. „Ehrenamtliche Jugendarbeit ist enorm wichtig für die junge Generation. Besonders dann, wenn neben sinnvoller und engagierter Freizeitgestaltung zentrale Werte vermittelt und vorgelebt werden. Werte, die die Menschen und unsere Region geprägt und stark gemacht haben. Auch deshalb ist das Engagement des BDKJ und seiner Organisationen so wichtig für das Münsterland“, betonte gleich zu Beginn eines interessanten Dialogs der Sprecher der CDU-Bundestagsabgeordneten aus dem Münsterland, MdB Karl Schiewerling aus Nottuln. Zusammen mit den Abgeordneten Sybille Benning aus Münster, Anja Karliczek aus Tecklenburg und Reinhold Sendker aus Westkirchen traf er mit dem Diözesanvorstand des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) im Bistum Münster und Vertreterinnen und Vertretern der DPSG, CAJ, KLJB und des BDKJ-Kreisverbandes Steinfurt zusammen.
Unter der Gesprächsleitung der BDKJ-Diözesanvorsitzenden Kerstin Stegemann stellten die einzelnen Mitgliedsverbände – von der Landjugend bis hin zu den Pfadfindern – zunächst ihre vielfältigen Aktivitäten vor. Eines wurde dabei sofort deutlich: Katholische Jugendverbandsarbeit hat einen ungebrochenen Zuspruch in der Region. Dennoch: Auch besondere Herausforderungen der Verbandsarbeit wurden angesprochen. Zum Beispiel der zum Teil ungemein bürokratische Aufwand für die Ehrenamtlichen, um die Anforderungen nach dem Bundeskinderschutzgesetz umzusetzen. „Niemand zweifelt die absolute Sinnhaftigkeit der Schutzfunktionen an. Doch die bürokratische Umsetzung gerade im Umgang mit dem erweiterten Führungszeugnis für alle Helfer stellt viele Ehrenamtliche vor besondere Schwierigkeiten, z.B. im sicheren Umgang der sensiblen Daten. Da kommen wir in vielen Bereichen an Grenzen, was Ehrenamt noch leisten kann“, klang es aus der Runde der Jugendorganisationen übereinstimmend an.
Die CDU-Bundestagsabgeordneten versprachen, sich für eine Entbürokratisierung bei Wahrung der notwendigen Schutzfunktion einzusetzen. Entsprechende Vorstellungen werden derzeit in den Fachgremien des Bundestags beraten.
„Jugendarbeit braucht wieder mehr Freiräume“, lautete die Kernbotschaft von Kerstin Stegemann für den zweiten Themenschwerpunkt des Dialogs. Erweiterte Schulzeiten und
Nachmittagsunterricht, überbordende Bürokratie, eine Verschulung des Studiums, was gerade die ehrenamtlichen Leitungskräfte in ihrer Zeit für die Jugendarbeit sehr stark einschränkt – das waren nur einige der veränderten Bedingungen, die ehrenamtliche Jugendarbeit immer stärker unter Druck setzen und ihre Möglichkeiten einschränken. „Wir brauchen dringend eine gesellschaftlichen Dialog, wie wir wieder mehr Freiräume für das Ehrenamt schaffen können“, sagte Stegemann auch in Richtung Politik.
Ein Impuls, den die CDU-Münsterlandabgeordneten gerne aufnahmen. Sie alle waren und sind mit der katholischen Jugendarbeit selbst verbunden. Genau deshalb wollen den jetzt neu begonnenen Dialog regelmäßig fortsetzen. „Wie stehen zu dieser tollen Jugendarbeit und ihrer Leistung für die Kinder und Jugendlichen, für die Familien und unsere ganze Region. Deshalb werden wir diese Form der engagierten Jugendarbeit allen Ortens stark machen“, betonte MdB Schiewerling für seine Münsterland-Kollegen.