„Die wohnortnahe Versorgung durch die Apotheke ist das Wichtigste!“

„Die wohnortnahe Versorgung durch die Apotheke ist das Wichtigste!“

Dringender Appell aus Bockraden an MdB Karliczek  

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Ibbenbüren. – Zahlreiche Hilferufe von Apotheken im Kreis Steinfurt erreichen in diesen Tagen die örtliche CDU-Bundestagsabgeordnete Anja Karliczek: darin geht es um die Auswirkungen des jüngsten EUGH-Urteils, nach dem ausländische Versandapotheken ihren Kunden Rabatte geben dürfen. Die Apotheker beschreiben ihre Sorgen und Ängste, denn sie befürchten langfristig das Aus ihrer ortsansässigen Apotheken. Viele Gespräche führt die Bundestagsabgeordnete dazu vor Ort – so auch jetzt mit Doris Berghaus, Inhaberin der Apotheke Bockraden. Beide waren sich einig darin, dass die Apotheke vor Ort zum Leben in den Kommunen dazu gehört und ein bewährtes Leistungsspektrum anbietet, dass ein Versandhandel nicht leisten kann. „Der bislang favorisierte Vorstoß, ein Verbot des Versandhandels mit verschreibungspflichtigen Medikamenten zu erwirken, ist wahrscheinlich nicht möglich“, konnte Anja Karliczek aktuell berichten. Doris Berghaus benannte mögliche neue Ansatzpunkte, um die Apotheken vor Ort zu stärken: EU-weit sollte es eine einheitliche Mehrwertsteuer auf Medikamente geben (in Deutschland liegt diese bei 19%, in den Niederlanden dagegen nur bei 6%); des Weiteren würde es aus ihrer Sicht Verwaltungs- und Bürokratiekosten sparen, wenn die Rezeptgebühr abgeschafft wird. „Beide Aspekte werde ich jetzt zeitnah mit den Gesundheitspolitikern meiner Bundestagsfraktion erörtern. Denn eins ist klar: wenn wir ein Versandverbot nicht erwirken können, müssen wir andere Lösungen finden, um unsere Apotheken konkurrenzfähig zu halten und ihre Arbeit für die sichere Gesundheitsversorgung der Menschen zu erhalten. Dazu gehört auch eine gute Versorgung mit den