Westfälische Nachrichten: Viel Applaus für MGV Concordia

Westfälische Nachrichten: Viel Applaus für MGV Concordia

Grevener Gesangsverein erkundet die Bundeshauptstadt und gibt einige Kostproben seines Könnens

GREVEN – Die Sänger des MGV Concordia und eine weitere Reisegruppe aus Ibbenbüren haben in der vergangenen Woche auf Einladung des MdB Anja Karliczek von der CDU an einer politischen Bildungsreise nach Berlin teilgenommen.

Auf dem Programm am Montag stand vormittags zunächst ein Informationsgespräch im Besucherzentrum beim Bundesnachrichtendienst. Da noch etwas Zeit war, ergab sich für die Sänger draußen die Gelegenheit, ein Lied im Innenhof zu singen. Applaus folgte aus den geöffneten Fenstern.

Ein leitender Beamter mit Diplomatenstatus erläuterte die Aufgaben des Nachrichtendienstes mit seinen 4000 Mitarbeitern. Der Bundesnachrichtendienst ist der einzige Auslandsnachrichtendienst der Bundesrepublik. Er ist dem Geschäftsbereich des Bundeskanzleramtes zugeordnet. Die Aufgaben und Befugnisse sind im Gesetz geregelt. Zur Zeit wird ein kompletter Neubau erstellt.

Am Nachmittag erfolgten der Sicherheitscheck und die Besichtigung des Plenarsaals sowie ein Vortrag über die Aufgaben und die Arbeit des Parlaments. Anschließend war eine Diskussion mit der Abgeordneten Anja Karliczek. Ein Ständchen für sie durfte natürlich nicht fehlen. Ein Fototermin mit ihr in der Reichstagskuppel schloss sich an. Auch hier wurde ein Lied vom Chor gesungen. Die Sänger erhielten von den vielen Besuchern viel Applaus.

Am Dienstag gab es am Vormittag eine Stadtrundfahrt mit einer Führerin durch die Bundeshauptstadt, die an politischen Punkten orientiert war. Der vorgesehene Besuch im Bundeskanzleramt konnte leider nicht stattfinden, da der Staatspräsident von Südafrika auf Staatsbesuch dort war.

Als Ersatz dafür wurde das Gesundheitsministerium besucht. Hier empfing im Besucherzentrum der Staatssekretär Karl-Josef Laumann aus Riesenbeck die Besucher aus dem Münsterland. In einer regen Diskussion erläuterte er die vielen Aufgaben des Bundesministeriums für Gesundheit. Der Staatssekretär nahm auch Stellung zu der Situation der Krankenhäuser in Greven, Emsdetten und Borghorst. Auch die vorgesehenen Änderungen im Pflegebereich wurden angesprochen.

Dann wurde am Nachmittag das Stasimuseum im Haus 1 des ehemaligen Ministeriums für Staatssicherheit in Berlin-Lichtenberg besucht mit Führung und anschließender Diskussion. Es war der Dienstsitz des letzten Ministers für Staatssicherheit, Erich Mielke. Hier wurde deutlich, wie aufwendig und mit welcher Macht die Überwachung der Menschen in der ehemaligen DDR war.

Das Motto, dass „Singen im Chor Spaß macht“ konnten die Sänger während der ganzen Reise umsetzen. Nach Tagen interessanter Begegnungen in der Bundeshauptstadt und mit vielen Eindrücken trat die ganze Reisegruppe am Mittwoch die Heimfahrt an.