Westfälische Nachrichten: Kandidaten-Karussell dreht sich

Westfälische Nachrichten: Kandidaten-Karussell dreht sich

Parteien bereiten sich auf die Kommunalwahl vor / Bundestagsabgeordnete Anja Karliczek wartet noch ab

-Ruth Jacobus- Tecklenburg – Noch ist vom Kommunalwahlkampf in der Öffentlichkeit nichts zu spüren. Doch parteiintern laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Schließlich gilt es, die Kandidaten für den Stadtrat festzulegen, die sich am 25. Mai zur Wahl stellen.

„Wir haben es schon hinter uns“, berichtet der SPD-Fraktionsvorsitzende Lothar Golde. Die Sozialdemokraten haben in dieser Woche ihre Kandidaten für die 13 Wahlbezirke festgelegt. Namen indes will Golde noch nicht nennen.

Am Samstag, 25. Januar, laden die Liberalen um 15 Uhr zum Ortsparteitag in die „Historische Gaststätte Franz“ ein. Probleme bei der Kandidatensuche? „Eigentlich nicht“, sagt die Fraktionsvorsitzende Anke Dahms. „Bis auf das Sorgenkind Brochterbeck, da fehlt noch einer.“ In Leeden, Ledde und Tecklenburg sei man gut bestückt.

Bei der Kandidatensuche gibt es allerdings ein Problem, das nicht nur die FDP betrifft: die Altersstruktur. Geeignete Personen, die quasi im besten Alter sind, seien oft beruflich zu eingebunden, um sich in der Politik ehrenamtlich engagieren zu können. Kommunalpolitik ist zeitaufwendig. Aktuelles Beispiel: Der FDP-Vorsitzende Roland Siegers gibt – aus beruflichen Gründen – sein Amt auf. Für den Stadtrat möchte er allerdings wieder kandidieren.

Für den CDU-Stadtverband ist Freitag, 7. Februar, ein wichtiger Tag. Dann werden ihre Kandidaten aufgestellt. Ob die Bundestagsabgeordnete und Fraktionsvorsitzende Anja Karliczek erneut dabei ist, steht derzeit noch nicht fest. Sie will nach eigenen Angaben erst abwarten, wie sich die Arbeit in Berlin entwickelt, wie zeitintensiv sie ist. Im Bundestag ist die Brochterbeckerin in drei Ausschüssen vertreten. Allerdings liegt ihr die Kommunalpolitik weiterhin sehr am Herzen.

Geeignete Kandidaten zu küren, das bedeutet auch für die CDU intensive Arbeit. Es sei schwer, Leute zu finden, die sich engagieren, schildert Pressesprecher Dr. Willi Witt seine persönliche Meinung. Die berufliche Belastung spiele dabei eine wichtige Rolle.

„Es wird immer dramatischer“, beurteilt Karin Flöttmann, die Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen die Situation genau so. Ihre Partei hat allerdings „ausreichend Kandidaten“ für die Wahlbezirke. Aufgestellt werden sie Mitte Februar. Ein genauer Termin steht noch nicht fest. Wohl aber, dass Karin Flöttmann nicht erneut kandidiert.

Alles weitere werden die Parteitage ergeben.