Sicherheit für Generationen – CDU diskutiert das Thema Rente

Sicherheit für Generationen – CDU diskutiert das Thema Rente

Mit Thomas Keck, dem ersten Direktor der Deutschen Rentenversicherung Westfalen diskutierten die Mitglieder des CDU-Kreisvorstandes über die Herausforderungen für die Altersversorgung in Deutschland.  

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Zur Sicherung der Altersversorgung in Deutschland gilt es, dass Rentensystem an die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Veränderungen anzupassen. Die Herausforderungen für eine erfolgreiche Altersversorgung diskutierten die Mitglieder des CDU-Kreisvorstandes Steinfurt während ihrer jüngsten Sitzung mit Thomas Keck, dem ersten Direktor der Deutschen Rentenversicherung Westfalen.  Die CDU Kreisvorsitzende Christina Schulze Föcking freute sich darüber, dass Keck für eine daten- und faktenbasierte Diskussion zur Verfügung stand. Zudem freute es Schulze Föcking, dass sich auch die Bundestagsabgeordnete Anja Karliczek und Staatssekretär Karl Josef Laumann an der Diskussion beteiligten. Beide Politiker begleiten dieses Thema auf der Bundesebene intensiv.

In seinem Vortrag machte Keck deutlich, dass vor allem der demographische Wandel, der einen Rückgang der Erwerbstätigenzahl und einen Anstieg der durchschnittlichen Rentenbezugsdauer mit sich bringt, Veränderungen im deutschen Rentensystem erforderlich mache. Zudem gelte es, die Altersversorgung an eine, durch die fortschreitende Digitalisierung, veränderte Arbeits- und Berufswelt anzupassen. „Auch für Arbeitsnehmer in neuen Erwerbsformen muss zukünftig eine ausreichende Altersversorgung sichergestellt werden“, so Keck.

Unter den Mitgliedern des CDU Kreisvorstandes bestand Einigkeit darüber, dass die umlagefinanzierte Rente auch künftig die erste und wesentliche Säule der Alterssicherung bleiben muss. Sie müsse für alle verpflichtend sein, die nicht in anderen Versorgungswerken abgesichert sind. „Insbesondere die Selbstständigen brauchen obligatorische, pfändungssichere Rentenansprüche“, machte Karl-Josef Laumann deutlich.  In diesem Zusammenhang ging Laumann auf die Bedeutung einer „große Rentenreform“ für die Zeit nach der Bundestagswahl 2017 ein. Vor allem für die Zeit nach 2030 müsse das Rentenniveau stabilisiert werden. Für die Zeit bis 2030 sehe das Gesetz eine Sicherungsklausel vor – für die Zeit danach allerdings nicht. „Wir müssen deshalb nach der Bundestagswahl die Frage beantworten, wie es nach 2030 mit der Rente weitergeht. Ein weiteres Absenken darf es nicht geben“, sagte Laumann. Er machte zudem deutlich, dass eine Rentenreform vor allem die Renten von Geringverdienern im Blick haben müsse. „Wer ein Leben lang gearbeitet und Beiträge gezahlt hat, muss sich darauf verlassen können, im Alter eine Rente oberhalb der Grundsicherung zu beziehen“, so Laumann.

Auch darüber, dass für ein solides Alterssicherungssystem eine kapitalgedeckte Rente als weitere Säule erforderlich ist, bestand unter den Mitgliedern des CDU Kreisvorstandes Einigkeit. „Es geht nicht um die Frage, ob umlagefinanziert oder kapitalgedeckt. Für eine ausreichende Altersabsicherung sind beide Säulen notwendig“, erklärte Anja Karliczek. In diesem Zusammenhang forderte Karliczek den Aufbau einer kapitalgedeckten Vorsorge intensiver zu unterstützen. Auch hierbei gelte es, besonders Menschen mit geringem Einkommen beim Aufbau einer zusätzlichen Vorsorge zu unterstützen.