Radikale Tendenzen nicht akzeptabel – CDU-Frauen diskutieren über AfD

Radikale Tendenzen nicht akzeptabel – CDU-Frauen diskutieren über AfD

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Kreis Steinfurt. Die Pöbeleien und Polemischen Sprechchöre zum Tag der Deutschen Einheit beschäftigten die CDU-Frauen in der letzten Kreisvorstandssitzung. „Die Störung der Einheitsfeiern durch einige Hundert Demonstranten sind kein Kavaliersdelikt, sondern zeigen dass immer wieder Aufrührer mit hohlen Parolen Menschen hinter sich bringen können.“ führte Erika Nadicksbernd, FU-Kreisvorsitzende, in die Diskussion ein. Die Ereignisse zum Tag der Deutschen Einheit seien ein Indiz dafür, dass die Pöbeleien der Pegida-Anhänger sich nicht nur gegen einzelne Politiker, sondern gegen die Demokratie an sich richten.

„Radikale Tendenzen scheinen in der Mitte der Gesellschaft hoffähig zu werden“, zeigte sich CDU-Bundestagsabgeordnete Anja Karliczek besorgt. Dies sei nicht hinnehmbar. Das Maß von Anfeindungen, das über Medienplattformen und auch direkt geäußert werde, sei erschreckend, so die Politikerin. „Demokratie ist ein hohes Gut, das nicht leichtfertig aufs Spiel gesetzt werden darf!“, sagte sie. Objektiv betrachtet gehe es den Menschen in Deutschland gut: „Die Wirtschaft floriert, die Arbeitslosenquote ist niedrig, dennoch schaffen es die radikalen Kräfte, schlechte Stimmung zu verbreiten.“ Dem trete sie entschieden entgegen: „Die starke Mehrheit der Deutschen ist demokratisch, engagiert und weltoffen. Wir alle müssen dafür sorgen, dass die gefährliche Saat des Populismus, nicht aufgeht.“