Laschet und Karliczek: Unternehmen mit Energiekosten und Vermögenssteuer nicht überfordern

Laschet und Karliczek: Unternehmen mit Energiekosten und Vermögenssteuer nicht überfordern

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v.l.n.r.: Dr. Michael Christoph (C&D), Christoph Borgert (CDU-Stadtverband), Christina Schulze Föcking MdL (CDU-Kreisvorsitzende), Armin Laschet MdL (CDU-Landesvorsitzender und stellv. Bundesvorsitzender), Anja Karliczek (CDU-Bundestagskandidatin), Gustav Deiters, Gisela Köster (stellv. Landrätin)

Im Gespräch beim Weizenstärke-Unternehmen Crespel und Deiters in Ibbenbüren mit der Bundestagskandidatin Anja Karliczek, dem CDU-Landesvorsitzenden Armin Laschet und der CDU-Kreisvorsitzenden Christina Schulze Föcking wurde es deutlich: Die steigenden Energiekosten in Deutschland werden für mittelständische Unternehmen zunehmend zur Belastung. Gustav Deiters, Geschäftsführer des Traditionsunternehmens mit knapp 200 Mitarbeitern, machte auf drohende Arbeitsplatzverluste aufmerksam. „Wir waren eines der ersten Stärkeunternehmen in Deutschlands und sind international aufgestellt,“ betonte Deiters, der Vorsitzender des IHK-Industrieausschusses ist. Aber je höher die EEG-Umlage steige, desto stärker sei die Wettbewerbsverzerrung für europa- und weltweit agierende Unternehmen zu spüren, warnte der Ibbenbürener Unternehmer.

Es bedürfe einer Generalrevision des bestehenden EEG, bestätigte auch Bundestagskandidatin Karliczek. „Die erneuerbaren Energien müssen zeitnah an den Markt herangeführt werden und es muß schnellstmöglich eine vollständige Marktintegration erfolgen!“, ist Bank- und Diplom-Kauffrau Karliczek überzeugt. Die garantierte Einspeisevergütung in Deutschland habe ein Niveau erreicht hat, die mit marktwirtschaftlicher Vernunft völlig unvereinbar sei. Die Energiemarkt müsse zunehmend europäischer gesehen werden, so Karliczek.

Schwankungen und Speicherfähigkeit müssten durch einen europäischen Energie-Binnenmarkt weiter verbessert werden, bestätigte auch Armin Laschet, Landesvorsitzender und stellvertretender Bundesvorsitzender seiner Partei. Er sehe es als vordringliches Ziel, die Wettbewerbsfähigkeit von mittelständischen Industrieunternehmen in Deutschland zu erhalten. „Bezahlbare und sichere Energie ist ein echter Standortfaktor!“, warnte er.

Mittelständische Unternehmen wie Crespel und Deiters seien Garanten für sichere Arbeits- und Ausbildungsplätze in Ibbenbüren und Umgebung, betonte CDU-Kreisvorsitzende Christina Schulze Föcking.

Als weitere Bedrohung machten die CDU-Politiker die von Rot-Grün geplante Vermögenssteuer aus, die auch Betriebsvermögen von Familienunternehmen empfindlich treffen würde. Karliczek: „Hier soll nicht der Gewinn, sondern die Substanz des Unternehmens besteuert werden – in guten, wie in schlechten Zeiten. Da kommen auf einen Mittelständler schnell 5-6stellige Summen jährlich zu.“ Das sei im höchsten Maße mittelstandsfeindlich und könne Arbeitsplätze kosten.