Landwirtschaft braucht Zukunft

Landwirtschaft braucht Zukunft

Anja Karliczek diskutiert mit Jung-Landwirten

Die Sorge um ihre persönliche Zukunft treibe sie um. „Haben wir noch eine Perspektive? Und wenn ja, welche?“ – dies fragten Jung-Landwirte im Gespräch mit Anja Karliczek, heimische Bundestagsabgeordnete und Bundesministerin für Bildung und Forschung. Auf Initiative der Landwirtschaftskammer (LWK NRW) und des Vereins landwirtschaftlicher Fachschulabsolventen (VlF) diskutierten sie die problematische Stellung der Landwirtschaft in der heutigen Gesellschaft. „Wir werden für vieles verantwortlich gemacht, was in der Umweltpolitik schief läuft!“ Vergessen werde dabei der Wert gesunder, sicherer und regionaler Lebensmittel. Landwirtschaftliche Betriebe seien durchaus bereit, sich neuen Herausforderungen zu stellen, allerdings fehle es oftmals an verlässlichen gesetzlichen Rahmenbedingungen. „Lebensmittelproduktion hat sich modern aufgestellt und mit den Bildern in Schulbüchern nichts mehr zu tun. Daher ist es verständlich, dass viele Menschen den realen Bezug zur Landwirtschaft verloren haben.“ stellte Eva Niederdalhoff, Ausbildungsberaterin der LWK NRW, fest. Im Jahr 1990 ernährte ein Landwirt noch zehn Menschen, heute werden durchschnittlich 155 Menschen mit hochwertigen Lebensmitteln versorgt, betonte auch Dorothee Gerleve-Oster, LWK-Geschäftsführerin der Kreisstelle Steinfurt. Die jungen Landwirte wünschen sich mehr wissenschaftlichen Sachverstand in der Diskussion, wenn es um die Landwirtschaft geht.

„Das Insektensterben wird der Landwirtschaft angelastet. Dass in Siedlungsgebieten die Steingärten auf dem Vormarsch sind, gehört aber diese Diskussion ebenfalls hinein!“, forderten die Jung-Landwirte. „Wir alle wollen den Insektenrückgang besser verstehen und gemeinsam Lösungen für Artenrückgang finden“, sagt Anja Karliczek. Aus dem Grunde fördere das Bundesforschungsministerium auch mit der „Forschungsinitiative zum Erhalt der Artenvielfalt“ in den kommenden fünf Jahren Projekte mit insgesamt 200 Mio Euro.