Krisen treffen heimische Wirtschaft

Krisen treffen heimische Wirtschaft

Anja Karliczek MdB besucht WKB Systems GmbH

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Einig sei man sich in der Bundestagsfraktion gewesen, dass die Ausweitung der verhängten Sanktionen im Bereich der Finanzen, der Hochtechnologie und der Rüstungsgüter ein wirksames Mittel gegen Russlands andauernde Verweigerungshaltung in der Ukraine-Krise sei. Sowohl die Bundesregierung, wie auch die Abgeordneten haben sich diese Entscheidung allerdings nicht leichtgemacht, erklärt Anja Karliczek, Bundestagsabgeordnete der CDU.

„Es war eine Abwägung, in der es auf der einen Seite um geopolitische und völkerrechtliche Fragen, um freiheitliche Werte und um das Leid der Bevölkerung in der Ukraine ging, in der aber auf der anderen Seite Unternehmen stehen wie der Hörsteler Ausbildungsbetrieb „WKB Systems GmbH“, so die Abgeordnete.

Mit über 100 Mitarbeitern werden hier Maschinen, Anlagen sowie komplette Ausrüstungen von Baustoffwerken zur Herstellung von Kalksandstein, Porenbeton und Ziegel produziert und viel Energie in die Entwicklung neuer ökologischer Baustoffe gesteckt. Moderne Baustoffe, innovative Dämmsysteme und deutsches Ingenieurwissen seien international  gefragt, bestätigt Karliczek.  „Umfassende Kundenbetreuung von der Erstberatung, über Montage, Schulung der Mitarbeiter bis zur Ersatzteillieferung steht bei uns ganz oben“, beschreibt Geschäftsführer Sergej Nikonenko im Gespräch das Unternehmenskonzept.

Die Entwicklungen in Osteuropa betrachtet er mit großer Sorge: Etwa ein Drittel der Aufträge kommen derzeit aus Osteuropa.

Der Export-Einbruch nach Russland sei jetzt schon deutlich spürbar, so Karliczek, die auch Mitglied des IHK-Regionalausschusses ist. Realistische Schätzungen gingen von einem Minus von ca. 20 % insbesondere im Maschinenbau aus. Die Stärke des Münsterlandes sei Spezialisierung auf Maschinenbau und die Entwicklung neuer Innovationen in globaler Vernetzung.  „Sanktionen und weltweite Krisen treffen daher immer auch sofort unsere heimische Wirtschaft“, weiß die Tecklenburger Bundestagsabgeordnete. Die jetzt verhängten Sanktionen dürften allerdings nicht dazu führen, dass innovative Unternehmen wie der Hörsteler Maschinenbauer dadurch benachteiligt werden.