Karliczek: Innovationen brauchen Spielräume

Karliczek: Innovationen brauchen Spielräume

CDU-Abgeordnete besucht Setex-Textil GmbH

Anja Karliczek MdB, Klaus Struffert (Geschäftsführer Setex-Textil GmbH)

Anja Karliczek MdB, Klaus Struffert (Geschäftsführer Setex-Textil GmbH)

Greven. Aufgeben ist nicht seine Art. Nicht nach Finanzkrisen und nicht nach Regenkatastrophen. Klaus Struffert, Geschäftsführer der Setex-Textil GmbH, ist Textiler durch-und-durch. Seine Augen strahlen, wenn er über die Bandbreite seiner Firma spricht. „Wir sind die letzte deutsche Textilfabrik, die auch hochwertige Hosenstoffe herstellt!“, berichtet er nicht ohne Stolz beim Besuch der Bundestagsabgeordneten Anja Karliczek (CDU). Matratzenhüllen, Funktionsstoffe, daunendichte Inlettgewebe – und eben qualitätsgeprüfte Hosenstoffe werden in dem Ausbildungsbetrieb im 3-Schichtbetrieb hergestellt. „Produktivität und Innovation sind unser Pluspunkt“, so Struffert. Mit ständig neuen Anforderungen habe man zu kämpfen. Auf die Energiewende habe sich das Unternehmen eingestellt, das Energiemanagement-Programm „Ökoprofit“ des Kreises Steinfurt erfolgreich durchlaufen und umgesetzt. Die Firma habe sich nach der Cramer-Insolvenz neu am Markt etabliert und sei bereits ISO-zertifiziert. „Erfolgreiche Innovationen und zuverlässiges Qualitätsmanagement sind der Vorteil im deutschen Markt“, bestätigt Anja Karliczek, die auch Mitglied des IHK-Regionalausschusses ist und begrüßte die Zusammenarbeit mit Hochschulen. Allerdings habe das Unwetter vom 28. Juli auch gezeigt, dass Hochwasserschutz eine neue Herausforderung für Unternehmer darstelle. Gegen die Wassermassen gekämpft „bis zum Umfallen“ habe er mit einigen Mitarbeitern, berichtet der Setex-Geschäftsführer. Beim Rundgang im Unternehmen werden die Folgen des Unwetters noch deutlich: die Aufräumarbeiten sind noch in vollem Gange. „Es hat mehr als 200 Liter pro Quadratmeter gegeben. Da kann die Landesregierung sich nicht wegducken“, monierte auch die CDU-Politikerin. Schnelle und unbürokratische Hilfe sei gefragt. Der Fluthilfefonds des Bundes stehe nur bei nationalen Katastrophen zur Verfügung. Hier handele es sich um ein regionales Unwetterereignis, so dass das Land in der Pflicht stehe. In Abstimmung mit den CDU-Landtagskollegen werde sie die Landesregierung auffordern, sich um Greven zu kümmern.