Ibbenbürener Volkszeitung: Kinderschäden sind Thema

Ibbenbürener Volkszeitung: Kinderschäden sind Thema

CDU-Politikerin Anja Karliczeck hat die Kinder- und Jugendhilfe „tibb“ besucht.

IBBENBÜREN. Zu einem Informationsgespräch über betriebliche Altersvorsorge war die CDU-Politikerin Anja Karliczek zur Kinder- und Jugendhilfe „tibb“ in Ibbenbüren gekommen. Aber schnell nahm das Gespräch eine neue Richtung, und die Runde diskutierte über das Fetale Alkoholsyndrom (FASD) bei Kindern.

Als „total unterschätzt“ beschrieb Prof. Dr. Klaus Münstermann, Inhaber von tibb, diese Schädigung beim Besuch der Tecklenburger Bundestagsabgeordneten, dem auch der Vorsitzende der Ibbenbürener CDU-Ratsfraktion, Ulrich Remke, beiwohnte. Tausende Kinder kämen jährlich in Deutschland mit FASD und damit verbundenen Behinderungen auf die Welt, berichtete Sandra Naßmacher, Sprecherin der Geschäftsführung. Das geht aus einer Pressemitteilung hervor.

FASD sei nicht ausschließlich eine Problematik in Suchtfamilien, sondern betreffe Kinder in allen Gesellschaftsschichten. Bereits kleine Mengen Alkohol in der Schwangerschaft könnten zu Schädigungen des ungeborenen Kindes führen.

„Wir setzen viele Landes- und Bundesgesetze auf kommunaler Ebene sehr erfolgreich um, aber wir brauchen auch die nötigen Geldmittel“, warb Ulrich Remke für eine stärkere Beteiligung der Bundespolitik. Als Mitglied der Arbeitsgruppe der Bundestagsabgeordneten zur Föderalismuskommission, die auf Bundesebene die Bund-Länder-Finanzbeziehungen neu verhandelt, will Anja Karliczek ein besonderes Augenmerk auf die finanzielle Ausstattung der Städte und Gemeinden haben.

Ein soziales Netzwerk für die Betroffenen zu organisieren sei ein Ziel der Beratungsstelle, erklärte Münstermann weiter. Darüber hinaus kündigte er an, dass FASD das Thema der nächsten Fachtagung am 12. September 2015 in Ibbenbüren sein werde.

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