Die Regierungskoalition hat heute das Rentenpaket verabschiedet

Die Regierungskoalition hat heute das Rentenpaket verabschiedet

Dazu erklärt die CDU-Bundestagsabgeordnete Anja Karliczek: „Die wichtigste Botschaft heute ist: Die Mütterrente kommt! Damit werden ab dem 1. Juli neun Millionen Mütter, die vor 1992 Kinder geboren haben, bei der Rente ein Jahr mehr als bisher pro Kind angerechnet bekommen.

Nachdem wir in den letzten Jahren fast ausschließlich über die Vereinbarkeit von Familienarbeit und Beruf diskutiert haben, geben wir nun ein ganz wichtiges Signal der Wertschätzung dafür, dass viele Mütter darauf verzichtet haben, einen eigenen Beruf zu ergreifen, um für ihre Kinder da sein zu können. Wir schließen damit eine Gerechtigkeitslücke.

Die abschlagsfreie Rente mit 63 nach 45 Beitragsjahren liegt schwer im Magen. Wir konnten aber eine Reihe von Verbesserungen gegenüber unserem Koalitionspartner durchsetzen, um das Tor zur Frühverrentung geschlossen zu halten. So wird durch die Einführung eines rollierenden Stichtags die Anrechnung der Arbeitslosigkeit begrenzt. Zwei Jahre Arbeitslosigkeit vor dem 63. Lebensjahr bleiben unberücksichtigt.

Geöffnet haben wir aber die Tür zu einem flexiblen Renteneintritt. Wer länger arbeiten will, kann das künftig tun. Arbeitgeber haben dann die Möglichkeit, ältere Arbeitnehmer auch befristet weiter zu beschäftigen. Viele Betriebe brauchen dringend die Fachkraft älterer Arbeitnehmer und viele Senioren wollen weiter am Berufsleben teilnehmen. Das bringen wir nun überein.

Aus der „Rente mit 63“ wird auch wieder die „Rente mit 65“ werden. Bis zum Jahr 2029 wird das Eintrittsalter zur abschlagsfreien Rente schrittweise wieder angehoben. Eine Gesellschaft, deren Bevölkerung erfreulicherweise immer länger lebt und in der es gleichzeitig immer weniger junge Menschen gibt, wird ihren Wohlstand und ihre wirtschaftliche Leistungskraft nur erhalten können, wenn wir das Denken und Handeln in bisherigen Altersgrenzen aufgeben.

Eine Arbeitsgruppe „Flexible Übergänge in den Ruhestand“ wird außerdem bis zum Herbst gesetzliche Fragen klären, damit die wichtigsten Hindernisse, die einer Weiterbeschäftigung im Weg stehen, ausgeräumt werden können. Denn die Lebensarbeitszeit zu flexibilisieren heißt auch, die Vielfalt der Berufsberufsbiographien anzuerkennen.