Damit die Lohnlücke nicht zur Rentenlücke wird – Am 21. März ist Equal Pay Day

Damit die Lohnlücke nicht zur Rentenlücke wird – Am 21. März ist Equal Pay Day

Am 21. März wird mit dem Equal Pay Day an die bestehenden Lohnunterschiede zwischen Männern und Frauen gedacht. Dazu erklärt die CDU-Bundestagsabgeordnete Anja Karliczek:

„Noch immer verdienen Frauen in Deutschland durchschnittlich 22 Prozent weniger als ihre männlichen Kollegen. Eine Frau erhält 15,56 Euro pro Stunde, ein Mann 19,84 Eu­ro.

Es gibt dafür viele Gründe. Einige sind objektiv zu erklären: Frauen und Männer arbeiten häufig in unterschiedlichen Branchen. Von ihnen werden je nach Arbeitsplatz unter­schiedliche Qualifikationen oder Führungskompetenzen erwartet. Frauen arbeiten öfter Teilzeit, befristet oder in Minijobs. Zudem sind sie überproportional in den so genannten typischen Frauenberufen beschäftigt, die immer noch schlechter bezahlt werden.

Nicht nachvollziehbar ist allerdings, dass ca. 8 Prozent des Lohnunterschieds darauf zurückgehen, dass Frauen trotz gleicher Leistung und gleicher Kompetenz ihren männli­chen Kollegen gegenüber schlechter bezahlt werden. Hier sind die Unternehmen gefor­dert, die Entgeltdiskriminierung in ihren Firmen verbindlich zu beseitigen.

Gefordert sich aber auch Eltern, Lehrer und Bildungsfachleute die Aufmerksamkeit und das Interesse der ohne Zweifel begabten jungen Frauen bei der Berufswahl stärker auf mathematische, technische Berufe und die Informatik zu richten. Auch wir als Gesell­schaft sind aufgerufen, die klassischen Frauenberufe viel stärker anzuerkennen, aufzu­werten und letztlich besser zu vergüten – und das nicht nur aus Gründen der Lohn­gleichheit, sondern weil eine alternde Gesellschaft Menschen mit diesen Berufen drin­gend braucht.

Ich wünsche Frauen Vertrauen in die eigene Leistung und den Mut, Herausforderungen im beruflichen Werdegang nicht aus dem Weg zu gehen. Denn was heute nicht verdient wird, wird als Rente nicht gezahlt. Aus einem Lohnunterschied von heute 22 Prozent, wird später ein Rentenunterschied von 60 Prozent.“