Besuch bei Gartenbau Ewald Pottmeyer in Saerbeck

Besuch bei Gartenbau Ewald Pottmeyer in Saerbeck

Saerbeck. In vielen Städten und Gemeinden NRWs ist die Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU (MIT) bereits aktiv, nun will auch die CDU-Ortsunion Saerbeck ein solches Netzwerk aufbauen. Als Ansprechpartner hat sich der Steuerberater Norbert Winter zur Verfügung gestellt.

Gemeinsam mit der MIT Greven hatte die CDU-Ortsunion Saerbeck am Montagabend zu einem ersten Treffen im Westladbergener Gartenbaubetrieb Ewald Pottmeyer eingeladen. Über 40 Gewerbetreibende und Geschäftsleute fanden sich ein. „Mit einem so großen Interesse hatten wir nicht gerechnet“, freute sich Annegret Raffel, die erste Vorsitzende der Saerbecker Ortsunion bei der Begrüßung. Sie stellte Anja Karliczek, die CDU-Bundestags-Kandidatin für den Wahlkreis Steinfurt III sowie Ingmar Ebhardt von der Wirtschaftsförderungs- und –Entwicklungsgesellschaft Steinfurt mbH (WESt) vor. Er vertrat den erkrankten Landrat Thomas Kubendorff.

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Auf die Situation der Wirtschaft und Geschäftswelt in Saerbeck ging Norbert Winter ein und erklärte die Ziele der MIT innerhalb der Saerbecker CDU. „Wir wollen die Saerbecker Unternehmen ansprechen und Sprachrohr sein“.  Saerbeck bestehe nicht nur aus dem Bioenergiepark. „Wir wollen mit den Saerbecker Geschäftsleuten diskutieren, ihre Sorgen anhören und gemeinsam nach Lösungen suchen“. Die Wirtschaft sei im Lande auf gutem Wege, sich zu erholen, die Arbeitslosenquote im Kreis Steinfurt erstmalig unter fünf Prozent gefallen. Im Bezirk des Arbeitsamtes Rheine gäbe es 811 unbesetzte Stellen. „Fachkräfte zu bekommen wird das Thema der nächsten Jahre sein“.

Ingmar Ebhardt  von der WESt ging ebenfalls auf den Nachwuchsmangel ein, die Schülerzahlen würden deutlich einbrechen. „Der Arbeitsmarkt wird für die Jugend deutlich besser“. Das gelte natürlich nicht nur für die hoch qualifizierten Berufe, sondern auch für das Handwerk. Der Fachkräftemangel sei bereits Realität.

Anja Karliczek konnte bei ihrem Referat als Hotelfachfrau auf praktische Beispiele aus ihrer leitenden Position im Ringhotel Tecklenburger Land zurückgreifen. Gerade das Gaststättengewerbe kämpft wegen der ungewöhnlichen Arbeitszeiten fast rund um die Uhr mit markanten Problemen. Wer will schon um Mitternacht, sonn- und feiertags arbeiten und das im freundlichsten Ton mit manchmal grantigen Gästen? „Was kann man tun“? fragte sie in die Runde. Sie würde Ausbildungs-Fachmessen besuchen, auf denen Image-Werbung für den Hotelfachbeberuf betrieben werde. Auch riet sie, auf die Erfahrung älterer Arbeitnehmer und auf Flexibilität im Beruf zurück zu  greifen.

Nach den Reden ermunterte Annegret Raffel die Zuhörer, mit den drei Referenten zu diskutieren. Das Angebot wurde allerdings kaum genutzt. Das Interesse an einem Rundgang durch die Baumschule Pottmeyer war da schon größer. Der Start MIT-Netzwerk innerhalb der CDU-Ortsunion ist gelungen, die nächsten Veranstaltungen werden rechtzeitig bekannt gegeben. –lü-