Author: adminAK2017

Seit 1992 kommen Kinder aus der Region Tschernobyl in den Sommerferien nach Ibbenbüren. Viele Jahre besucht Anja Karliczek das Projekt nun schon. „Das Projekt ist eine echte Herzensangelegenheit. Ich freue mich jedes Jahr sehr, dass ich die Begrüßungsfeier und den Gottesdienst besuchen darf“, so die Ministerin.

Bundesministerin Anja Karliczek hat bei der abschließenden Beratung des Bundeshaushalts auf die herausragende Bedeutung von Bildung und Forschung für jeden einzelnen und für die Gesellschaft hingewiesen. Es brauche mehr Dynamik, Mut und langen Atem.
Anja Karliczek, Bundesministerin für Bildung und Forschung, im Rahmen der 2. Lesung zum Bundeshaushalt 2018© BMBF / Hans-Joachim Rickel
Es gilt das gesprochene Wort. Sehr geehrter Herr Bundestagspräsident, sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen, meine sehr verehrten Damen und Herren! Ein fester Vorsatz ist das wichtigste Instrument für Erfolg. Und ich habe einen festen Vorsatz: Ich möchte die Menschen und unsere Wirtschaft in Deutschland fit für die Zukunft machen! Dabei geht es mir einerseits um den Menschen selbst: Um seine individuelle Persönlichkeit und seine Möglichkeiten, am gesellschaftlichen Leben teilhaben zu können. Eine gute Ausbildung gibt hierzulande jedem die Chance, sich das gewünschte Leben aufzubauen. Andererseits geht es mir bei guter Bildung um Sachinhalte, um Know-How für den Beruf. Bereits Kinder haben heute ein Smartphone als ständigen Begleiter dabei. Mit google-Maps, Park-App und Banking-App bewegen wir uns durch den Alltag. Wir starten in eine neue Arbeitswelt: Azubis lernen mit Datenbrillen die Montage. Fahrerlose Transporter erledigen Logistikaufgaben. Bauteile lösen selbstständig den Reparaturauftrag aus. In allen Bereichen erreichen wir neue technologische Möglichkeiten. Das ist Fakt und unaufhaltsam. Nur mit Menschen, die bereit sind, hier mitzugehen, bleiben wir als mündige Bürgergesellschaft und als Wirtschaftsnation am Ball. Nur so können wir an der Weltspitze bei Forschung und Innovation bleiben. Wir brauchen digitale Bildung: in den Schulen, den Berufsschulen, den Hochschulen und darüber hinaus. „Lebenslanges Lernen“ ist mehr als ein Schlagwort: Es ist zur Notwendigkeit des privaten und beruflichen Alltags geworden. Wenn mich eine Rentnerin anspricht, dass ihr der ganze technische Schnickschnack zu viel wird, dann möchte ich entgegen können: Keine Sorge, da gibt es jede Menge gute Unterstützung. Wenn mich ein Lehrer fragt, wie er die Jugendlichen auf den neuen Arbeitsmarkt vorbereiten soll. Dann möchte ich auf gut ausgerüstete Schulen, einen zukunftsfesten Lehrplan und passende didaktische Lehrmaterialien verweisen können. Deswegen ist mir der Digitalpakt so wichtig. Deswegen müssen wir jetzt das Grundgesetz ändern. Deswegen müssen wir jetzt den Nationalen Bildungsrat auf den Weg bringen. Wir brauchen ein Bildungssystem, das MINT-Kenntnisse und kognitive Kompetenzen fördert. Gute Chancen für unsere jungen Menschen entstehen aus Leidenschaft und passenden Rahmenbedingungen. Meine verehrten Damen und Herren, das sind nur einige wichtige Leitlinien, die ich mit dem Etat des Bundesministeriums für Bildung und Forschung verwirklichen möchte. Ein Etat, der in den letzten Jahren beachtliche Aufwüchse erfahren hat. Mit rund 17,6 Milliarden Euro im Jahr 2018 ist er der viertgrößte im Bundeshaushalt. Und das zeigt: Wir als Bundesregierung investieren kontinuierlich und verlässlich in Bildung und Forschung und damit in die Zukunft Deutschlands. Denn Bildung und Forschung benötigen keinen Aktionismus, sondern einen langen Atem, wie wir ihn seit 2005 beweisen und wie ihn auch der Koalitionsvertrag für die kommenden Jahre vorzeichnet. Mir geht es nicht darum, jedes Jahr mehr Geld ausgeben zu können. Mir geht es darum die Aufgaben, die mit dem Etat verbunden sind, gut zu erfüllen. Der Staat muss ein verlässlicher Partner sein – für die Bürger, Institutionen und Unternehmen. Dafür ist der Hochschulpakt, den wir – Bund und Länder – gemeinsam finanzieren, ein gutes Beispiel. So konnten seit 2007 über 900.000 zusätzliche Studienplätze geschaffen werden. Wir haben damit die Hochschulen unterstützt, die doppelten Abiturjahrgänge abzufedern. Jetzt gilt es, den Hochschulpakt mit neuer Intention fortzusetzen. Genügend Kapazitäten in den Hochschulen sind jetzt da. Jetzt setzen wir auf mehr Qualität. Liebe Kolleginnen und Kollegen aus dem Ausschuss für Bildung und Forschung und aus dem Haushaltsausschuss, ich danke Ihnen dafür, dass Sie – bei allen unterschiedlichen Ideen, die wir diskutieren – immer das Ziel vor Augen haben, dass jeder Euro für Bildung und Forschung eine gute Investition in die Zukunft unseres Landes ist. Bildung und Forschung brauchen diesen Grundkonsens und Ihre Unterstützung. Und Sie können gewiss sein, dass wir (als BMBF) das uns anvertraute Geld in wirksame Maßnahmen umsetzen. Lassen Sie mich einige Belege nennen: Eines meiner wichtigen Anliegen ist, die berufliche und akademische Bildung als gleichwertige Bildungswege nebeneinander zu stellen – strukturell und finanziell, und auch in der Ausstattung. Wenn wir es ernst meinen, dass jeder junge Mensch den Weg gehen soll, der seinen Fähigkeiten und Wünschen entspricht, dann ist es jetzt höchste Zeit, Aufstiegswege in der beruflichen Bildung zu definieren und zu fördern. Wie machen wir das? Strukturell, indem wir
  1. die Berufsbildung an Digitalisierungsanforderungen anpassen,
  2. die Aus- und Weiterbildung besser miteinander verzahnen und
  3. erfolgreiche Aufstiege und Karrieren in der beruflichen Bildung fördern.
Finanziell, indem wir
  1. einen deutlichen Ausbau des Aufstiegs-BAföG (350 Millionen Euro ab Frühjahr 2020) vornehmen,
  2. mit einer Palette neuer Initiativen starten, die von einem Bundeswettbewerb zu Innovationsclustern Berufsbildung (80 Millionen Euro) bis zu Maßnahmen zur Digitalisierung der Berufsbildung reichen und
  3. bewährte Initiativen fortsetzen, die zur Durchlässigkeit beruflicher Bildung in beide Richtungen beitragen, etwa Studienabbrecher für die Berufsbildung zu gewinnen (im Rahmen von Jobstarter plus).
Und wenn ich von Modernisierung der Ausbildung spreche, so darf ein Kernpunkt nicht fehlen: Die Qualifizierung derjenigen, denen wir unsere Kinder anvertrauen. Wir unterstützen die Länder, ihrer Pflicht zur Lehrerweiterbildung nachkommen zu können. Damit machen wir die angehenden Lehrerinnen und Lehrer digital fit und setzen einen Schwerpunkt auf die Berufsschule. Es ist mir ein persönliches Anliegen, dass unsere Lehrerschaft nicht nur gut aus- und weitergebildet wird, sondern dass ihre Arbeit auch den notwendigen Respekt und Rückhalt durch die politisch Verantwortlichen aber genauso durch die ganze Gesellschaft erfährt. Doch auch Forschung und Innovation haben wir im Blick:
  • Mit Förderprogrammen von der Mikroelektronik über die IT-Sicherheit bis hin zur Künstlichen Intelligenz sorgen wir dafür, dass hierzulande die Forschung in Schlüsseltechnologien vorangebracht wird. 910 Millionen Euro stecken wir mit diesem Haushalt in neue Technologien – ein Plus von über 20 Prozent gegenüber 2017.
Denn nur wer bei diesen Themen die Nase vorn hat – Innovationen entwickelt, Experten ausbildet, Standards setzt –, sichert wirtschaftliches Wachstum, Arbeitsplätze und Lebensqualität.
  • Ein gutes Beispiel ist insbesondere die Forschungsfabrik Mikroelektronik, die die deutsche und europäische Halbleiter- und Elektronikindustrie im globalen Wettbewerb stärkt. Eine enge Zusammenarbeit zwischen Forschung und Wirtschaft schafft Schnelligkeit, Innovationskraft und stärkt die Wettbewerbsfähigkeit.
  • Wichtig ist mir auch die Gesundheitsforschung. Denn Gesundheit betrifft jeden Menschen. Wenn beispielsweise kein Antibiotikum mehr wirkt, stehen wir vor großen Problemen. Deshalb stecken wir gerade in die Gesundheitsforschung viel Geld. Dazu gehört auch die Krebsforschung, denn diese Krankheit belastet ganze Familien über lange Zeiträume.
Forschung ist also für den Einzelnen wichtig, aber auch für die Innovationskraft und damit Wettbewerbsfähigkeit unserer gesamten Wirtschaft. Deutschland zählt zu den innovativsten Ländern der Welt. Im letztjährigen Global Innovation Index lag die Bundesrepublik auf Rang neun. Nachweislich sind die Entwickler hierzulande kreativ und leistungsfähig. Doch Fakt ist auch: Die Innovationskraft ist regional unterschiedlich ausgeprägt. Im Mittelstand muss sie gestärkt werden. Und: wir entwickeln hierzulande hauptsächlich inkrementelle Innovationen. Deshalb brauchen wir mehr Dynamik und mehr Mut. Das ist nicht nur eine Frage von monetärer Förderung, sondern auch von kluger Strategie und Kulturwandel. 2019 werden wir deshalb eine Agentur für Sprunginnovationen einrichten, um bei der Innovationskraft unseres Landes mehr PS auf die Straße zu bringen. Denn um neue Märkte zu erschließen, brauchen wir mehr große technologische Sprünge statt kleine Schritte. Herr Sattelberger hat vor kurzem etwas despektierlich davon gesprochen, dass wir uns in Deutschland mit den Forschungseinrichtungen „fette Katzen“ herangezüchtet hätten. Dem möchte ich deutlich widersprechen, denn liebe FDP: Die „Katzen“ Leibniz, Max Planck, Fraunhofer und Helmholtz sind äußerst beweglich und innovativ!  Die dürfen wir nicht auf Diät setzen. Mit der Agentur für Sprunginnovationen wollen wir vielmehr einen „Schnüffelhund“ freilassen, damit über die klassische Forschungsleistung hinaus visionäre Ideen verfolgt werden können. Durch neue Freiräume und zusätzliche Mittel! Ein weiteres wichtiges Zukunftsthema ist die Künstliche Intelligenz. Wenn Roboter und intelligente Software immer mehr Aufgaben für die Menschen übernehmen, hat das enorme Auswirkungen auf die Wertschöpfung und den Arbeitsmarkt. In der Grundlagenforschung der Künstlichen Intelligenz ist die deutsche Wissenschaft – dank DFKI und den oben genannten Katzen(!) – schon weit vorangeschritten. Jetzt erarbeiten wir gerade eine Gesamtstrategie für Künstliche Intelligenz. Das heißt: gemeinsam Projekte definieren, Einrichtungen vernetzen und neue Transferstrukturen schaffen. Dabei stimmen wir uns auch eng mit den europäischen Partnern ab, insbesondere mit Frankreich. Meine verehrten Damen und Herren, seit über einem Jahrzehnt genießt die deutsche Bildungs- und Forschungspolitik hohe Priorität – deshalb steht Deutschland hervorragend da. Doch der innovative Wettbewerb weltweit geht weiter. Wichtig ist, dass die Innovationspipeline im Land immer möglichst gut gefüllt bleibt. Das heißt, wir müssen noch schneller und besser werden. Das heißt, wir müssen viel investieren. Dabei geht es aber nicht nur um staatliches Geld. Wir brauchen das Miteinander von Wissenschaft und Wirtschaft. Investitionen in Bildung und Forschung schaffen den Mehrwert, den unsere Gesellschaft jetzt braucht. Unser Haushalt – mein Fachbereich – ist eine solide Grundlage, diese Themen zu gestalten. Vielen Dank.

Kreis Steinfurt. Qualität in der frühkindlichen Bildung kann sehr verschieden sein. Mit dem Deutschen Kita-Preis sollen Kitas und lokale Initiativen ausgezeichnet werden, die sich kontinuierlich für gute Qualität in der frühen Bildung einsetzen, teilt die CDU-Abgeordnete Anja Karliczek mit. „Gute frühkindliche Bildung legt den Grundstock...

Die CDU-Bundestagsabgeordneten aus dem Münsterland begrüßen ausdrücklich den sechsten Aufruf zum Bundesförderprogramm Breitband. Der Sprecher der CDU-Abgeordneten aus dem Münsterland, Reinhold Sendker MdB, Bundesforschungsministerin Anja Karliczek MdB und die Münsteraner Abgeordnete Sybille Benning MdB bitten nun die Kommunen in der Region eine Antragstellung zu prüfen....

Tecklenburg. Bei ihrem Hauptstadtbesuch im Mai arbeiteten die 11 Jungen und Mädchen der Wohngruppe des LWL-Jugendheims Tecklenburg ein reichhaltiges Programm ab. Auf einer großen Collage hatten die 13-17jährigen die Stationen ihres Berlinbesuchs festgehalten: Bundestag, Siegessäule, Checkpoint Charlie, Alexanderplatz und viele andere Anlaufpunkte waren ihnen im Gedächtnis geblieben. Allerdings beantwortete die Fahrt nicht alle ihre Fragen zur Bundespolitik. Fragen, die sie jetzt der CDU-Bundestagsabgeordneten Anja Karliczek stellten: Wie kommt man in die Politik, was bedeutet Bildung und was sind die wichtigsten Ziele der Zukunft? Die Jugendlichen der LWL-Wohngruppe an der Pagenstraße bewiesen, dass sie regelmäßig die Tageszeitung lesen und Nachrichten schauten und zeigten sich gut vorbereitet. Anja Karliczek, die jetzt auch Bundesministerin für Bildung und Forschung ist, erklärte, dass es gerade in der Bildungspolitik wichtig sei, dass der Bund, die Länder und die Kommunen gut zusammen arbeiten. Dies bestätigten auch LWL-Schul- und Jugenddezernentin Birgit Westers und Bürgermeister Stefan Streit, die sich freuten, dass sich die Bildungsministerin an ihrem Berlin freien Wochenende Zeit für die Jugendlichen nahm.