2. PPP – Bericht von Diana Fuchs

2. PPP – Bericht von Diana Fuchs

Hallo.

Mein letzter Bericht ist nun ungefähr ein Monat her und in dieser Zeit habe ich eine Menge erlebt. Die Schule hat angefangen, wir hatten schon den ersten Feiertag und so weiter. Als erstes möchte ich über die Schule berichten.

Die High School hier in San Luis Obispo/Kalifornien ist anders als die Schule, die ich in Deutschland besuche. Es gibt natürlich auch einige Gemeinsamkeiten – wie zum Beispiel, dass die Schule um acht Uhr beginnt und um drei Uhr endet (außer montags, da beginnt sie erst um 9:30 Uhr) und dass wir eine Mittagspause haben, aber das war es eigentlich auch schon. Wir haben hier ein Trimester System statt eines Semesters, und man hat jeden Tag dieselben Fächer, die dann nur pro Trimester variieren. Ich habe zum Beispiel jetzt Mathe, Zeichen, English, US Geschichte und Cross Country.

Die Fächer, die man hier wählen kann, sind auch ziemlich cool. Ich habe schon Cross Country angesprochen: das ist eines von vielen athletischen Angeboten, und die trainieren hier wirklich hart. Es gibt zum Beispiel Tennis, Water polo, Track, Volleyball, Football, Basketball, Golf, swimming, Soccer und vieles mehr. Es findet aber nicht alles im selben Trimester satt, sondern wird aufgeteilt, so dass Schüler mehrere Dinge ausprobieren können. Die besten Teams gehen dann sogar zu den State Championships, was richtig cool ist. Ich mag es wirklich, dass sie hier so etwas in der Schule anbieten, denn so kann ich Sport treiben, ohne es in den Nachmittag schieben zu müssen. Den kann man sich dann für andere Dinge frei halten. Es gibt aber natürlich auch noch “normalen” Sportunterricht, wie wir ihn kennen, der dann verpflichtend ist, wenn man nichts aus dem athletischen Angebot wählt. Vor dem Sport kann man sich sogar nicht mal hier drücken J Was ich auch noch mal anmerken möchte: dadurch, dass man jedes Fach jeden Tag hat, kann man viel mehr schaffen – wie zum Beispiel in Zeichnen. Ich habe schon so vieles in dem Kurs gemalt wie noch nie zuvor!

Aber jetzt weg vom Unterricht: Der School-Spirit ist einfach der Wahnsinn. An manchen Tagen verkleidet sich jeder zu einem bestimmten Motto, an anderen Tagen werden einfach nur die Schulfarben Schwarz-Gelb getragen, und an manchen Tagen haben wir eine Rallye. Die Rallye dauert ungefähr eine Stunde und wird in den Schultag eingeschoben. Dort treten dann die unterschiedlichen Stufen gegeneinander an und haben einfach Spaß.

Natürlich ist auch hier die Schule nicht so rosarot, wie ich sie euch gerade präsentiert habe. Man bekommt hier tonnenweise Hausaufgaben, die man sofort am selben Tag machen muss, und man schreibt sehr, sehr, sehr viele kleine Tests und Quizzes über das gerade erlernte. Das kann ganz schön nervig werden – vor allem, wenn man den Nachmittag mit etwas anderem verbringen möchte. Man muss nur dann gucken, dass man sich das gut einteilt und dann geht das schon.

Seit dem letzten Bericht hatten wir schon einen Feiertag, und zwar Labour Day. Ich habe den Feiertag nicht “wirklich” gefeiert, aber meine Gastfamilie und ich sind für zwei Tage nach San Francisco gefahren. Es war wirklich schön. Wir haben mit dem Auto ungefähr vier Stunden gebraucht, aber ich hab die meiste Fahrt verschlafen. In San Francisco haben wir viele Ort besucht wie Chinatown, Japantown und die Golden Gate Bridge, die nicht Gold sondern rot ist, aber dennoch sehr schön und gigantisch. In Chinatown haben wir ein sehr interessantes Restaurant besucht. Man hat gesagt, was man nicht essen will, wie zum Beispiel Fleisch oder Fisch, und die bringen dir dann viele unterschiedliche Gerichte.  So konnte ich Dinge probieren, die ich sonst nie im Leben bestellt hätte und die erstaunlicherweise sehr lecker waren. Man kann in diesem Restaurant auch normal bestellen, aber die andere Variante ist definitiv interessanter. In anderen Worten: du wirst zu 100% das Restaurant nicht hungrig verlassen.

Das war es erstmal für heute. Im nächsten Bericht werde ich dann über Homecoming, Halloween und andere Erlebnisse berichten.

Bis bald, Diana